Joggen – richtig Laufen um Verletzungen vorzubeugen
Jeder kann es machen – überall und zur jeder Zeit. Einfach einen Schritt vor den anderen setzen und die Geschwindigkeit erhöhen. Schon läuft man. Es wird neben dem „Abnehmen“ oder dem „Diäten“ als die am zweithäufigsten eingesetzte Waffe gegen den Winterspeck und gegen die Fettpölsterchen angesehen.
Die Gefahr der Selbstüberschätzung
Was könnte es auch für Probleme geben? Man geht doch sowieso jeden Tag? Es ist doch ein ganz natürlich ablaufender Körperlicher Rhythmus. Das ist insofern auch richtig, nur sind die Belastungen für Gelenke, Muskeln und Kreislauf auf einem ganz anderen Niveau. Wie schnell eine Zerrung einsetzen kann oder die Seitenstiche keine ausreichende Luftzufuhr ermöglichen und Schwindelgefühle einsetzen, ist wahrscheinlich schon sehr vielen Sportwilligen passiert. Dabei können Verletzungen wirklich dauerhaft und sehr schwerwiegend ausfallen.
Wer den Risiken entgegenwirken will sollte auf den sportmedizinischen Rat hören und das „Trainieren trainieren“. Der größte Fehler ist nämlich sich und seinen Körper am Anfang zu überschätzen. Bevor man also mit dem Joggen beginnt sollte man einige Hinweise beachten, um eine direkte verletzungsbedingte Zwangspause zu verhindern:
Psychische und physische Vorbereitung
Bei Menschen mit einem erhöhten Bodymassindex (BMI) oder übermäßigen Körpergewicht sei dringendst der Weg zum Arzt zu empfehlen, um einen individuellen und angepassten Plan zu erstellen. Dieser könnte zum Beispiel das Joggen zur Schonung der Gelenke erst später vorsehen und zunächst aus einen Diätprogramm mit Schwimm- und leichten Gymnastikübungen bestehen. Die Gefahr besteht vor allem deswegen, da das Joggen als Hauptabwehrreaktion bei Gewichtszunahme ist. Auch muss ganz realistisch gesagt werden, dass das Joggen alleine wenig zum Abnehmen beiträgt, wenn bestimmte Lebensgewohnheiten, wie die Ernährung und allgemeine Bewegungsabläufe beibehalten werden.
Es sollte deshalb eher eine Erhöhung der Fitness und des körperlichen Allgemeinbefindens im Vordergrund stehen. Dann bleiben Frustration und ein Abbrechen der guten Vorsätze außen vor und Ehrgeiz und Ausdauer erhalten Einzug im Motivationshaushalt!
Bei der Vorbeugung von Verletzung wird zwischen medizinischen Ratschlägen und Expertentipps eine Sache oft ein wenig verschwiegen. Derjenige der seinen Körper am besten kennt ist man selber! Das heißt auch gleichzeitig, dass man auf die innere Stimme hören sollte! Was nützt es denn, wenn die körperlichen Schreie inForm von Schmerzen ignoriert werden und dabei fahrlässig dauerhafte Schäden in Kauf genommen werden.
Einer der wichtigsten Faktoren bei jeder Sportart ist die Zuführung von Flüssigkeit. Das Trinken von Wasser oder isotonischen Getränken ist unerlässlich wenn man Risiken von Verletzungen minimieren möchte. Wer generell in medikamentöser Behandlung ist, über 40 Jahre und vor wenig oder kein Sport gemacht hat, sollte auch vor Trainingsstart seinen Hausarzt aufsuchen und eine Meinung einholen. Oft tauchen schon bei einem ersten Gespräch Bedenken auf, die man durch eine Alternativsportart eventuell umgehen könnte.
Ist der Joggingstart nun festgelegt, ist die nächste Frage nach der Dauer bzw. die zu bewältigende Strecke. Um eine gleichmäßige Steigerung zu erhalten, die bei einem gewissen Nullpunkt anfängt, könnte man schon zu Beginn zum Beispiel Strecken zu Fuß zurücklegen, die man ansonsten mit dem Auto, Zug oder Bus erbracht hätte. Bei kleinen Zielen zu Beginn stellen sich schneller Erfolgserlebnisse ein und ein Spaßfaktor ist immer enorm wichtig! Wer schon zu Beginn keine Ziele erreichen kann, wird schnell die Hoffnung aufgeben. Eine psychische Vorbereitung ist genauso wichtig wie eine physische!

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