Sportverletzungen – Schnelle Hilfe
Wer selbst in seiner Freizeit gerne Sport macht, egal ob im Verein oder Privat, der weiß, wie schnell Sportverletzungen entstehen können. Sei es durch eine zu kurze Aufwärmzeit oder aber durch einen unbewussten Fehler oder auch durch Leichtsinn. Hier muss natürlich zwischen den einzelnen Sportarten unterschieden werden, denn es gibt Sportarten bei denen leichter Sportverletzungen entstehen und welche bei denen Verletzungen auf Grund der Sportart eher selten der Fall sind. Egal welche Sportart betrieben wird, es ist immer gut sich darüber zu informieren, welche Verletzungen eine Sportart hervorrufen kann und wie selbst eine schnelle Hilfe geleistet werden kann.
Richtige behandlung auch bei kleinen Blessuren
Die meisten Verletzungen, wenn alle Sportarten zusammengefasst werden, die beim Sport entstehen sind Prellungen und Überdehnungen der Bänder und Muskeln. Bei Prellungen und Überdehnungen sowohl bei Bändern wie auch bei Muskeln ist es sehr wichtig, die betroffenen Körperstellen gleich zu Kühlen. Hierbei sollte aber nur dann ein Eisspray, welches bei vielen das Mittel der ersten Wahl ist, zum Einsatz kommen, wenn derjenige, der es anwendet auch genau über dessen Handhabung Bescheid weiß. Wird Eisspray bei Verletzungen falsch gehandhabt, können diese noch verschlimmert werden beziehungsweise es können im schlimmsten Falle weitere Verletzungen verursacht werden. Denn das Eisspray welches aus der Dose herausgesprüht wird, ist so kalt, dass es unsachgemäß angewendet sogar Erfrierungen hervorrufen kann. Außerdem darf eine Anwendung nicht erfolgen, wenn die betroffene Körperstelle eine offene Wunde und sei es nur eine Schürfwunde aufweist. Für den Laien ist es wesentlich besser Kühlpacks anzuwenden. Diese sind entweder als Einmalartikel erhältlich und breiten dann ihre kühlende Wirkung erst aus, wenn der kleine Beutel im inneren zerdrückt wird und die chemischen Reaktionen begonnen haben oder als Mehrwegartikel. Im letzteren Fall müssen sie allerdings vorher im Gefrier- oder zumindest im Kühlschrank aufbewahrt werden um ihre kühlende Wirkung zu verbreiten. Wenn der Sport nicht in der Nähe eines Kühlschranks ausgeführt wird, empfiehlt es sich Einmalartikel zu verwenden oder eine Kühltasche mitzuführen. Alternativ können auch Eiswürfel in einer Plastiktüte verwendet werden. Aber auch diese Kühlbeutel dürfen nicht direkt auf die betroffene Körperpartie aufgebracht werden, daher empfiehlt es sich diese in ein Stück Stoff, beispielsweise ein Handtuch oder ein T-Shirt, einzuwickeln.
Vorsicht bei größeren Wunden und bei Allergien
Kleine Schürfwunden oder kleinere Schnittwunden sowie Platzwunden kommen auch häufig als Sportverletzungen vor. Hier sollte auf keinen Fall ein Sprühpflaster verwendet werden, wie es in der Apotheke zu kaufen gibt, denn diese verzögern in den meisten Fällen nur die Heilung. Für kleinere Schürfwunden empfiehlt es sich ein Desinfektionsmittel mitzuführen um die Wunden so zu reinigen. Ein absolutes Muss bei größeren, blutenden Verletzungen ist das sterile Abdecken, was durch Kompressen möglich ist. Diese sterilen Kompressen sind in jedem Verbandskasten zu finden und auch separat in Apotheken oder im Fachhandel erhältlich.
Auf jeden Fall sollte nicht darauf verzichtet werden auch kleiner Sportverletzungen durch einen Arzt anschauen zu lassen. Bei größeren Sportunfällen ist die Hinzuziehung des Rettungsdienstes unabdingbar. Dieser ist Deutschlandweit auch unter dem Feuerwehr Notruf 112 zu erreichen.
Für Trainer oder auch jeden Anderen, der sich weiter mit diesem Thema beschäftigen möchte, bieten die verschiedenen Hilfsorganisationen in Deutschland, aber auch private Anbieter, spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Sportverletzungen an.
Auf die Gabe von Medikamenten unter die auch Salben wie das frei verkäufliche Voltaren oder Mobilat fallen, sollte bei Fremden oder Anderen verzichtet werden, da nie sicher ist, ob diese zum Beispiel allergisch darauf reagieren.

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